Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur ich

Wie sich unser Leben verändert hat und worauf wir uns bald wieder vorbereiten müssen
agnes
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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von agnes » Do 19. Mai 2016, 22:36

Hallo Manderley

Du solltest in deinem Arbeitsvertrag nachlesen, ob dort eine Klausel/Vereinbarung über die Handhabung drin steht, wenn eine befristete EM-Rente anerkannt wurde.

Es gibt Arbeitsverträge, und sogar auch Tarifverträge, die eine Regelung vorsehen, dass bereits bei Eintritt/Zahlung einer befristeten Teil- oder Voll-EM das Arbeitsverhältnis zur Auflösung kommt.

Rechtlich geregelt, und damit zur automatischen Auflösung des Arbeitsverhältnis, ist zumeist lediglich die unbefristete EMR-Bewilligung.

Solltest du dies in deinem Arbeitsvertrag nicht einsehen können, so kannst du entweder abwarten wie dein AG sich nun verhält, nachdem ihm der anerkennende Nachweis der befristeten Rente zugeleitet wurde, oder du erkundigst dich bei der Personalabteilung, wie für dich das AV aktuell ausschaut, ob es als ruhend gestellt wird, solange insgesamt die Befristung Gültigkeit trägt (diese könnte ja nach Stellung des Verlängerungsantrags erneut zur Befristung kommen).

Die Nachfrage, welche Bezüge/Leistungen nach dem Bezug von ALG I geflossen sind, ist Standard und gehört zu den Abrechnungsmodalitäten die in Gang gesetzt werden, bevor das Verrechnungs- und Auszahlungsverfahren eingeleitet wird und ggf. diverse zwischenzeitliche Leistungserbringer Ansprüche geltend machen könnten, oder noch rentenschädliche und anrechenbare Arbeitsentgelder geflossen waren.

Gib zügig der DRV darüber Auskunft, was im besagten/von denen erfragten Zeitraum war (wenn keine Leistungen/Einkünfte erfolgt sind dann beschreibe es auch kurz und knapp mit "im besagten Zeitraum sind KEINE Leistungen/Einkünfte erfolgt") und du wirst bald den Abrechungsbetrag nach Verrechnung erhalten.

Man darf dir ja bereits jetzt schon viel Glück und Erfolg für deinen Verlängerungsantrag wünschen, denn der Termin steht ja bald schon an, diesen zu stellen :ic_up: :ic_up: Gruß agnes
Der Dumme spricht, ohne vorher zu denken.
Der Kluge denkt, bevor er spricht.
Aber nur der Weise weiß, wann er besser schweigen sollte.
(Günter Leitenbauer)

Ich gebe mit meinen Beiträgen lediglich meine persönlichen Erfahrungen weiter. Sie gelten nicht als Rechtsberatung.

Hier geht es zu meinem alten Thread: viewtopic.php?f=6&t=5468

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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Manderley » Do 19. Mai 2016, 22:52

Liebe Agnes,

was in meinem AV steht, hatte ich schonmal gepostet und auch hier Antwort erhalten.
Wie ich in den TV Einblick erhalten könnte, habe ich leider derzeit keine Ahnung.
.
Habe ich zwischenzeitlich meinen Arbeitsvertrag mal geprüft. Darin steht:

"Das Anstellungsverhältnis endet, sofern es nicht vorher aufgelöst wird, ohne Kündigung spätestens mit Ablauf des Jahres, in dem der Mitarbeiter das gesetzliche Rentenalter erreicht oder vorher berufsunfähig bzw. erwerbsunfähig wird."

Was heißt das nun genau, dass ich also jetzt schon alleine durch die befristete EM-Rente automatisch aus der Firma ausscheide?

Bislang hatte ich es ja fast überall so gelesen, dass bei "Befristung" der EM-Rente das AV weiterhin ruhend bestehen bliebe und erst bei der Erteilung eines Bescheides auf unbefristete EM-Rente automatisch aufgelöst würde?

Zusätzlich gilt zum Arbeitsvertrag übrigens noch ein (jeweils aktueller) Tarifvertrag. Könnten dort ggf. Formulierungen enthalten sein, die anstatt/zusätzlich zum AV gelten?

........
und @Royan antwortete mir mit:

Das ist richtig. Die Richtlinien des TVÖD müssen beachtet werden. Solange Du die volle EM-Rente befristet erhältst, ruht der Arbeitsvertrag, auch wenn möglicherweise in einem älteren Arbeitsvertrag die Formulierung eine andere ist.
Meinem AG habe ich das von der DRV erhaltene "neutrale Faktenschreiben" zugesandt und um Erläuterung des "Status quo" gebeten. Eingangsbestätigung habe ich erhalten und weiteres Schreiben mit "Inhalten" wurde angekündigt.

Danke auch für Deine nochmalige Bestätigung, dass dieses "welche Leistungen seit..."-Frageschreiben der DRV kein "Sonderding" ist.


Huch, gerade bemerkt, dass es mir mein vorheriges Posting an @Royan "irgendwie zerbröselt" hat.
(Vielleicht bin ich beim Senden mit @agnes zusammengeprallt *lach*)
Schreibe ich es schnell hier nochmals dahinter ...

Ich hatte schon im www nach dem für meine Sparte gültigen TV gesucht, aber bei der großen Gewerkschaft mit den kleinen Buchstaben steht "Einsicht nur für Mitglieder".

Ansonsten liegt wohl der jeweils gültige TV papierhaft im Betrieb vor (da möchte ich wirklich nicht hinmüssen) oder heutzutage vielleicht auch im internen Datennetz der Firma, dorthin kann ich mich aber seit Krankheitsbeginn nicht mehr einwählen.

Andere Quellen im www, wo ich den TV finden könnte, haben sich mir bislang noch nicht erschlossen ...

Insofern werde ich mal wieder waaaaaaaaarten müssen (wie ich es HASSE), was mir der AG antwortet.

Lieben Gruß Euch - Manderley
Zuletzt geändert von Manderley am Do 19. Mai 2016, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon [Christine Busta]
(hm, aber vielleicht überleg ich das vorher doch besser nochmal gründlichst ...)

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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von royan » Do 19. Mai 2016, 23:01

Liebe Manderley,

Du weißt doch sicherlich, welcher Tarifvertrag in Deiner Firma / Branche angewandt wird, oder? Den kannst Du über Google wunderbar aufrufen, z.B. unter Tarifvertrag IG Metall oder Tarifvertrag Chemie oder TVÖD oder TV-L (Tarifvertrag Öffentlicher Dienst der Länder). Es gibt ja einige. :smile:

LG
Royan :umarm:

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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Manderley » Do 19. Mai 2016, 23:19

... überschnitten ... liebe Royan, lies bitte nochmal meine letzte Antwort ... da stehts drin, wie weit ich mit meinen "Recherchen" kam ... (musste Beitrag nachträglich nochmal ändern, da meine erste Antwort an Dich gar nicht erschienen war) ... Grüße - M
Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon [Christine Busta]
(hm, aber vielleicht überleg ich das vorher doch besser nochmal gründlichst ...)

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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von royan » Do 19. Mai 2016, 23:30

Vielleicht kommst Du hier weiter:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=6

da sind zumindest die allgemeinverbindlichen Tarifverträge genannt. Natürlich gibt es in Deutschland noch Tausende weitere Tarifverträge, da musst Du bei Google einfach mit den Suchworten "spielen". Es gibt ja fast nichts, was es nicht gibt. Du wirst bestimmt fündig. :grinser:

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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Doppeloma » Fr 20. Mai 2016, 01:02

Hallo Manderley, :smile:
schonmal herzlichen Dank. Ich habe jetzt echt schon Blut und Wasser geschwitzt, dass ich die Rente nun doch wieder aberkannt bekomme, weil ich ja nach Ende Bezug ALG1 mich nicht mehr "arbeitsuchend" angemeldet hatte (also ab 14.09.2014). Das hätte ich einfach damals nervlich gar nicht geschafft, denn ich hatte ja gerade das SG wegen Afa/JC hinter mir.
Warum bitte wolltest du dich bei der AfA "Arbeitsuchend" ohne Leistungsbezug melden, wenn du eine EM-Rente bewilligt haben möchtest ... wer dort Arbeitsuchend gemeldet ist braucht keine Rente, der will ja in Arbeit vermittelt werden... :jaa:
Du warst doch die ganze Zeit AU geschrieben, zudem ist für deine aktuelle Rente die Versicherungs-Zeit VOR dem Beginn wichtig und nicht was danach gewesen ist ...
Bei der DRV hatte ich mich sogar mal persönlich erkundigt, ob ich ab 14.09.2014 denn freiwillige Beiträge einbezahlen könne (da ich mich nicht arbeitsuchend melden wolle und ja weiterhin krank sei), damit keine (womöglich noch zu lange) Lücke entstünde (und ich mir somit selbst finanziert den Anspruch auf etwaige EMR erhalten könnte). Diese Zahlung freiwilliger Beiträge hat man mir aber im Beisein meines "Beistandes" verweigert, warum eigentlich das nicht möglich war, haben wir aber beide letztlich nicht kapiert.
Freiwillige Beiträge ersetzen KEINE Pflicht-Versicherungszeiten, damit kann man sich keinen Anspruch auf eine EM-Rente sichern und rückwirkend schon gar nicht.

Die Versicherungszeiten für EM-Rente müssen 5 Jahre rückwirkend für mindestens 36 Monate abgedeckt sein (auch aus Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit ohne Leistung ODER AU-bescheinigter Krankheit vom Arzt), zu dem Zeitpunkt an dem die DRV eine Erwerbsminderung als eigetreten anerkennt (Eintritt des Leistungsfalles EM) ...

Was danach passiert ist dafür völlig irrelevant ... wenn der Antrag bereits läuft auf Anerkennung einer EM-Rente, dann braucht man nicht mehr "vorsorgen" für diese Rente ... weil nur die letzten 5 Jahre davor noch wichtig sind.
Pflichtzeiten können nur aus einer pflichtversicherten Tätigkeit / Krankengeld / ALGI ODER aus den Anrechnungszeiten dafür entstehen und nicht aus freiwilligen Beiträgen ... Darum wollte man (vermutlich) dein Geld bei der DRV nicht haben dafür ... :Gruebeln:

Die Anfrage der DRV ob es noch andere Leistungsträger geben könnte ist für mich auch nachvollziehbar, denn wir mussten damals noch selbst mit der Wohngeldstelle abrechnen als der Dopa seine EM-Rente bekommen hatte, dazu bekommt die DRV keine Informationen ob man Wohngeld bezogen hat und die JC vergessen auch oft mal die Meldungen an die DRV und Beiträge zahlen die ja seit 2011 nicht mehr.

Zu deinen Original-Bescheiden kann ich @Royan nur zustimmen, die stehen DIR zu und nicht der Anwältin, mein Anwalt hat mir nie Kopien davon geschickt oder PDF-Dateien zum selber Ausdrucken, was soll denn das, wäre etwa so als würde das Standsamt dir nur eine Kopie deiner Geburtsurkunde schicken wenn du eine Geburts-Urkunde brauchst, wollen die überall das Original sehen, da erkennen die Kopien (meist) gar nicht an.

Originale die ihr als deine Rechtsvertretung von den Behörden "zur ersten Prüfung" zugesendet werden hat sie DIR danach komplett auszuhändigen und dich nicht mit einer Datei zum selber Ausdrucken abzuspeisen ... wenn sie meint das noch zu benötigen kann sie sich selbst eine Kopie ziehen, das Original gehört nur dir alleine ... :Veraergert:

Es mag ja "Klopapier"-ähnlich sein was da von der DRV als Bescheid geschickt wird aber trotzdem ist das ein wichtiges Dokument was die DRV FÜR DICH angefertigt hat, da ist auch der Renten-Ausweis dabei (perforiert zum Abtrennen) und üblicherweise doch irgendwo ein Stempel und/oder eine Unterschrift der ausstellenden Behörde ... ich weiß das gerade nicht genau habe meinen Bescheid im Ordner, aber den habe ich jedenfalls auch umgehend von meinem Anwalt zugestellt bekommen.

Andere Behörden wissen durchaus, dass solche Bescheide nicht auf haushaltsüblichem Druckerpapier erzeugt werden bei der DRV, damit arbeiten die selbst ja in der Regel auch nicht bei amtlichen Bescheiden.

Liebe Grüße von der Doppeloma :umarm:
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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Manderley » Fr 20. Mai 2016, 07:49

Liebe Doppeloma,

habe wieder sehr herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort, die ich auch so weit verstanden habe.

Allerdings, warum riet mir dann die RA, mich arbeitsuchend ohne Bezug zu melden? Was ist das denn dann mit dieser Zweijahresfrist, die wenn sie zur so langen Lücke wird, eine EM-Rente verhindern kann? Das ist mir leider immer noch nicht klar ...

Aber im Grunde ists ja auch egal, wenn mir das nicht hat schaden können, und es auch für die etwaige Weitergewährung keine Rolle (mehr) spielt oder noch nie spielte.

Um die Originaldokumente werde ich mich kümmern, sobald der korrigierte Rentenbescheid vorliegt, auch das eine Gutachten, was ich nur als .pdf habe, soll mir die RA im Original herausgeben, danke nochmal für Deine Bekräftigung und Deine Formulierung, wie ich ihr das sagen kann. Ich hoffe, sie hat das Zeug nicht schon in einem Anfall von optischer Archivierung und "workflow" vernichtet.

Und die Abrechnung, die sie an die DRV geschickt hat und die andere Hälfte, die an meine ReSchu geht, möcht ich auch haben, steht mir doch sicherlich zu, das zu wissen, was das eigentlich alles gekostet hat.

Lieben Gruß - Manderley
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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Doppeloma » Fr 20. Mai 2016, 10:35

Hallo Manderley, :smile:

schön wenn ich wieder ein wenig "Licht ins Dunkel" bringen konnte, es ist ja auch alles nicht so einfach zu verstehen, habe selbst viele Jahre gebraucht das nach und nach zu begreifen und Manches verstehe ich immer noch nicht komplett.
Allerdings, warum riet mir dann die RA, mich arbeitsuchend ohne Bezug zu melden?
Das kann ich z.B. NICHT verstehen, wenn du noch einen Arbeitsplatz hast UND (schon deswegen) durchgehend AU geschrieben bist vom behandelnden Arzt, dann ist das doch völlig überflüssig, dich OHNE Geldleistungs-Anspruch bei der AfA zur Arbeits-Vermittlung registrieren zu lassen, damit die das an die DRV melden, dass du Arbeit suchst ...

Entweder bist du krank (mit Bescheinigung vom Arzt laufend nachweisbar) ODER du willst in Arbeit vermittelt werden, dann brauchst man aber keine EM-Rente beantragen weil man krank ist ... auch mit der durchgehenden AU-Bescheinigung kann man nachweisen, dass man "Anrechnungszeiten" hat, sogar wenn man die zunächst nur zu Hause sammelt (weil sie zeitweise Keiner haben will), man besitzt diese Nachweise aber und kann sie bei Bedarf auch bei der DRV vorlegen, wenn die das anders nicht bekommen haben.

Was weist denn eher auf Krankheit hin, die eine EM-Rente erforderlich machen könnte ... :confused: :Gruebeln:
AU-Bescheinigungen über einen langen Zeitraum oder die Meldungen der AfA (über den gleichen Zeitraum), dass man in Arbeit vermittelt werden wollte, die Sonderwirkung der "Nahtlosigkeit" ist vorbei wenn der Leistungs-Anspruch abgelaufen ist dafür. :lesen: :lesen: :lesen:

Dann kann man NUR noch als "normaler" Arbeitsloser der Vermittlung zur Verfügung stehen ODER darf wieder ganz offiziell mit AU-Bescheinigung krank sein... denn für die "normale" Arbeitsvermittlung muss man gesund und vermittelbar sein ... doppelte "Anrechnungszeiten" gibt es nicht bei der DRV, entweder man ist KRANK und will Rente bekommen ODER man ist gesund und will von der AfA in Arbeit vermittelt werden.

Üblicherweise gibt man den entsprechenden Teil aber mindestens bei der KK ab und die speichern das in ihrem PC für dich als AU-Zeiten ab, das müssen die auch regelmäßig an die DRV melden, weil das eben gleichwertige "Anrechnungszeiten" für eine EM-Rente sind.
Was ist das denn dann mit dieser Zweijahresfrist, die wenn sie zur so langen Lücke wird, eine EM-Rente verhindern kann? Das ist mir leider immer noch nicht klar ...
Diese "2-Jahres-Frist" ergibt sich daraus, dass man in den letzten 5 Jahren VOR der EM-Rente mindestens innerhalb 5 Jahre, diese 36 Monate ( = 3 Jahre, die müssen aber nicht am Stück sein) Versicherungszeiten haben muss ... mit nachweisbarer AU kann diese Lücke aber gar nicht entstehen, weil das ja auch "Anrechnungszeiten" bringt, aktuell sind / waren die erforderlichen Zeiten erfüllt sonst hättest du ja keinen Rentenbescheid bekommen.

Der Dopa hat sich nach der "Nahtlosigkeit" und Ablauf des ALGI auch bei der AfA aus der Vermittlung abgemeldet, die erzählen immer, das soll man nicht machen wegen der "Anrechnungszeiten" ... Dopa war aber ebenfalls durchgehend AU geschrieben, also hatte er ja bereits daraus die nötigen Zeiten sicher (unsere KK wollte das auch immer mitgeteilt haben), warum soll er sich da noch zusätzlich mit seiner AfA-SB herumärgern ...

Eine Lücke hätte da nur entstehen können, wenn er KEINE AU mehr gehabt hätte, dann laufen auch keine "Anrechnungszeiten" mehr auf und nach zwei Jahren (in der Form) fehlt dann was an den 36 Pflichtmonaten innerhalb der letzten 5 Jahre.

Das hat aber nur Bedeutung für einen neuen Antrag auf EM-Rente oder wenn eine mit Befristung nicht verlängert wird (dann lebt aber eventuell die Nahtlosigkeit wieder auf), das führt jetzt alles viel zu weit, ist "Zukunftsmusike" ... darüber kann man erst nachdenken, wenn es soweit wäre.

Für den Dopa war das dann gar nicht mehr wichtig, denn er bekam ja die EM-Rente dann direkt ohne Befristung bis zum Eintritt in die Altersrente ... bei mir ist das nun genau so, davor waren wir aber noch in Hartz 4, das wird ja auch an die DRV gemeldet, ich war aber auch durchgehend AU geschrieben ...

Warum dein Anwalt meinte du sollst zur AfA kann ich nicht verstehen, dann hat der nicht viel Ahnung welche Tatbestände sonst noch "Anrechnungszeiten" bringen ohne bei der AfA "nach Arbeit zu suchen" angeblich ... meinen Anwalt hat nur interessiert ob ich AU geschrieben bin, weil es sonst wenig Sinn ergibt eine EM-Rente erkämpfen zu wollen ...
Aber im Grunde ists ja auch egal, wenn mir das nicht hat schaden können, und es auch für die etwaige Weitergewährung keine Rolle (mehr) spielt oder noch nie spielte.
Für die Verlängerung ist wichtig, dass du weiter in Behandlung bleibst (eine AU brauchst du mit laufender Rente nicht mehr) und zum Verlängerungsantrag möglichst aktuelle Befunde mit einreichen kannst, was die DRV dann noch zusätzlich einfordert ist sehr unterschiedlich, bei mir ging das dann sehr schnell und es wurde gar nichts mehr überprüft, der neue Bescheid war nach knapp 2 Wochen im Briefkasten, "Verlängert auf unbegrenzte Zeit bis zur Altersrente" ...

Das hängt dann alles vom aktuellen Zustand ab und da kannst du nur abwarten, wie das dann bei dir laufen wird.
Um die Originaldokumente werde ich mich kümmern, sobald der korrigierte Rentenbescheid vorliegt, auch das eine Gutachten, was ich nur als .pdf habe, soll mir die RA im Original herausgeben, danke nochmal für Deine Bekräftigung und Deine Formulierung, wie ich ihr das sagen kann. Ich hoffe, sie hat das Zeug nicht schon in einem Anfall von optischer Archivierung und "workflow" vernichtet.
Habe mir gerade noch mal meinen Rentenbescheid näher angesehen, da sind zwar keine Unterschriften und Stempel drauf aber jede Menge Strichcodes und "geheimnisvolle Zeichen" auf jeder einzelnen Seite, ich kann mir nicht vorstellen, das ist alles sauber auf einem Scan / Ausdruck gelandet ... kommt ja auch auf den Zustand der Geräte an ... :confused: :Gruebeln:

Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass sie alle Seiten der Berechnungsübersicht auch ordentlich eingescannt hat, das sind sehr viele Seiten, wo man auch schnell mal Eine übersehen kann beim Einscannen ... da ist dein ganzes bisheriges Renten-Konto drauf, wie sollst du prüfen können ob das alles korrekt und komplett ist, wenn du selbst das Original gar nicht kennst. :confused: :confused: :confused:

Es ist einfach klar DEIN Bescheid und ich verstehe gar nicht warum die den einscannt und sich das nicht auf ihrem PC behält, damit du die Original-Unterlagen bekommst die dir zustehen ... ich hoffe deine "böse Vermutung" bestätigt sich nicht, dann soll sie mal umgehend zusehen wie SIE das der DRV erklärt, damit du schnellstens ein Duplikat dieses Bescheides zu deinen Händen bekommst ...

ALLE Original-Unterlagen gehören DIR, sie ist deine Rechtsvertretung und hat dich über ALLE Vorgänge im Verfahren zu informieren und dir ALLE Unterlagen im Original bzw. Gutachten in der Kopie die sie z.B. vom Gericht erhalten hat zur Verfügung zu stellen, es ist DEIN Verfahren und sie ist "NUR" deine beauftragte Rechtsvertretung, sie soll deine Interessen vertreten und nicht deine Unterlagen selber horten oder gar vernichten und dich mir Kopien abspeisen, wo du noch nicht mal vergleichen kannst ob alles von Original da auch beim Scannen übernommen wurde.
Und die Abrechnung, die sie an die DRV geschickt hat und die andere Hälfte, die an meine ReSchu geht, möcht ich auch haben, steht mir doch sicherlich zu, das zu wissen, was das eigentlich alles gekostet hat.
Davon gehe ich mal stark aus, dass du auch davon mindestens Kopien verlangen kannst, mit ReSchu kenne ich mich nicht aus und mein Anwalt wurde 50/50 vom Staat (PKH) und von der DRV bezahlt, da hat es mich nicht wirklich interessiert wie teuer das am Ende war, von mir wollte ja Keiner was haben ... mich hat es nur besonders "gefreut", dass die DRV 50 % der Anwaltskosten tragen musste ... selber Schuld, hätten das ja nicht bis zum Gerichtsverfahren treiben müssen ...

Von meinem Anwalt wurde ich jedenfalls immer umfassend informiert zu laufenden Verfahren und seine Schreiben sind immer erst nach meinem "OK" rausgegangen an DRV und später an das Sozialgericht.
Natürlich habe ich ihm da nicht in seine Formulierungen "reingepfuscht" aber er wollte immer wissen, ob das Inhaltlich korrekt ist und in meinem Sinne was er da geschrieben und gefordert hat ... wenn es was zu ändern gab weil Fakten /Abläufe nicht ganz korrekt geschildert waren, dann hat er das korrigiert aber in der Regel war ich sehr zufrieden wie er das "auf den Punkt" gebracht hatte ... mit dem hatte ich wirklich einen sehr guten Griff getan ... :teufel:

Liebe Grüße von der Doppeloma :umarm:
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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Manderley » Fr 20. Mai 2016, 17:38

Liebe Doppeloma,

Du bist wirklich ein "Schatz" an Wissen, Erfahrung und dazu noch schier unendlicher Geduld!

Vielen herzlichen Dank!

<3lichst - Manderley
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Re: Bescheid = (fast) erl./"geschafft" bin aber erstmal nur

Ungelesener Beitrag von Manderley » Mi 1. Jun 2016, 21:59

Ihr Lieben,

wieder mal ein kurzes "update":

1.
erste regelmäßige Rentenmonatszahlung korrekt und pünktlich am 31.05. eingetroffen! Wenigstens DAS hat mal geklappt. Jedoch ist das halt angesichts meiner jahrelangen "finanziellen Rückstände" leider vorerst nur der berühmte "Tropfen auf den heißen Stein".

2.
von der DRV bislang weder korrigierten Rentenbescheid (beruhte auf falschem Vergleichsdatum) noch eine Abrechnung der Nachzahlung, geschweige denn Überweisung erhalten

3.
Schreiben vom AG erhalten, mein Rentenbescheid "EM-Rente befristet" dort eingetroffen, AV besteht fort. So weit, so gut.

Mein AV endet automatisch mit regulärem Eintritt in die Altersrente (2028). Auch zu verstehen.

Jedoch:
- keine Erwähnung findet in dem Brief der etwaige Fall, ich erhielte im Zeitraum vor Eintritt in die Altersrente einen Bescheid auf "unbefristete EM-Rente".

und (das ist mir besonders schleierhaft und suspekt):
- ich soll drei Monate vor Ablauf der jetzigen befristeten EM-Rente (30.11.2016) mich mit meinem Vorgesetzten in Verbindung setzen, um meinen Wiedereinstieg vorzubereiten?

Wie soll ich denn drei Monate VOR Ablauf schon wissen, ob ich a) weiterhin EM-Rente erhalten werde, ggf. erneut befristet oder b) weiterhin EM-Rente erhalten werde, ggf. unbefristet oder c) man mir womöglich jegliche Verlängerung versagt und ich ggf. wieder Einspruch einlegen und erneut klagen muss
oder d) ich vielleicht (leider) erst genau zum 29.11., wenn meine Befristung am 30.11. abläuft, gar eine Spontanheilung erlebe, die mich wieder vollständig einsatz- und leistungsfähig macht?

sowie:
mein Vorgesetzter wurde informiert. - so weit ok, klar
aber:
muss ich jetzt womöglich damit rechnen, dass ich ab 1. September (da beginnen die drei Monate Vorlauf zum Ende der Befristung) ständig hochnotpeinlich vom AG befragt und aufgefordert werden darf, zum Stand der Dinge Auskunft zu erteilen, die ich leider selbst nicht zu "hellsehen" vermag?

Und/oder bin ich denn dadurch verpflichtet, dem AG mitzuteilen, dass ich gedenke, Verlängerung zu beantragen?

Bezüglich einer womöglichen unbefristeten EM-Rente sowie dieses Themas Monate vor Ablauf meinen Wiedereinstieg diskutieren/vorbereiten - soll ich da nochmals was an den AG schreiben? Oder einfach jetzt alles mal so vor sich hinlaufen lassen?

Danke schon jetzt für jegliche Einschätzung oder Meinung.

Gruß - Manderley
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