Wie und wann habt ihr mit eurem Arzt zum 1. Mal über einen EMR Antrag gesprochen?

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Lilly83
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Wie und wann habt ihr mit eurem Arzt zum 1. Mal über einen EMR Antrag gesprochen?

Ungelesener Beitrag von Lilly83 » So 9. Apr 2023, 22:00

Liebes Forum,

Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit.

Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin 40, vor über 20 Jahren begannen meine gesundheitlichen Beschwerden, aber ich hatte immer die Zähne zusammen gebissen und weiter gearbeitet. Vollzeit. In den letzten Jahren kam einiges dazu, Bandscheiben, Psyche, Tinnitus und Schlafstörungen. Seit einigen Jahren schleppe ich mich zur Arbeit und nach Hause. Danach bin ich zu nichts mehr fähig. Kein Haushalt, fast keine sozialen Kontakte, ich muss soviel liegen und ruhen, ich hab keine Kraft mehr.

Mein Gefühl sagt mir, dass ich das so nicht mehr lange durchhalte und vielleicht würde mir eine Teilerwerbsminderungsrente helfen, nicht mehr Vollzeit arbeiten zu müssen. Jetzt meine Frage an euch: Wie ist das Thema Rente bei euch zum ersten Mal "zur Sprache" gekommen beim Arzt? Also sofern ihr nicht von der Krankenkasse oder dem Arbeitsamt aufgefordert wurdet eine Rente zu beantragen.

Ich bin in Psychiatrischer Behandlung, und ich weiß nicht was die Ärztin über eine EMR Rente bei mir denken würde. Grundsätzlich ist ja Arbeiten nicht verkehrt, eingeregelter Tagesablauf, soziale Kontakte etc. Da ich allein Lebe, ist das vielleicht ein Punkt, weswegen meine Ärztin da "nichts befürworten" würde, so meine Angst. Ich trau mich das Thema Rente nicht anzusprechen, aber ich kann einfach nicht mehr. Ich wäre gernen leistungsfähiger, aber es geht einfach nicht. So wie ich momentan Lebe ists kein Leben mehr. Sondern nur ein durchhalten. Aber ich weiß einfach nicht, wie ich den Start Richtung EMR Antrag schaffe. Und so wie ich hier im Forum lese, braucht es unbedingt einen Facharzt der da zu 100 Prozent dahintersteht.

Wann und wie kam bei euch das Thema Rente zum ersten Mal zur Sprache? Beim Hausarzt, Facharzt oder in der Klinik? Wurde euch der Rentenantrag vorgeschlagen oder habt es ihr angesprochen?

Habt vielen Dank schon mal für eure Antworten,
Viele Grüße Lilly

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Engelchen22
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Re: Wie und wann habt ihr mit eurem Arzt zum 1. Mal über einen EMR Antrag gesprochen?

Ungelesener Beitrag von Engelchen22 » Mi 12. Apr 2023, 10:57

Hallo Lilly83 !
Lilly83 hat geschrieben:
So 9. Apr 2023, 22:00
Liebes Forum,

Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit.
Dann herzlich Willkommen unter den aktiven Foristen !
Lilly83 hat geschrieben:
So 9. Apr 2023, 22:00
Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin 40, vor über 20 Jahren begannen meine gesundheitlichen Beschwerden, aber ich hatte immer die Zähne zusammen gebissen und weiter gearbeitet. Vollzeit. In den letzten Jahren kam einiges dazu, Bandscheiben, Psyche, Tinnitus und Schlafstörungen. Seit einigen Jahren schleppe ich mich zur Arbeit und nach Hause. Danach bin ich zu nichts mehr fähig. Kein Haushalt, fast keine sozialen Kontakte, ich muss soviel liegen und ruhen, ich hab keine Kraft mehr.
Danke, dass Du uns einen Einblick gewährst ....
Lilly83 hat geschrieben:
So 9. Apr 2023, 22:00
Mein Gefühl sagt mir, dass ich das so nicht mehr lange durchhalte und vielleicht würde mir eine Teilerwerbsminderungsrente helfen, nicht mehr Vollzeit arbeiten zu müssen. Jetzt meine Frage an euch: Wie ist das Thema Rente bei euch zum ersten Mal "zur Sprache" gekommen beim Arzt? Also sofern ihr nicht von der Krankenkasse oder dem Arbeitsamt aufgefordert wurdet eine Rente zu beantragen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir persönlich die " Umfrage " hilft... aber ich berichte, wie es bei mir war:

Zur EMR Antragstellung aufgefordert wurde ich nicht - es kam der Zeitpunkt an welchem überhaupt nicht mehr an die berufliche Tätigkeit zu denken war - ich weiss noch gut, dass ich mich oft " kränker " fühlte als es " meine " Patienten waren und ertappte mich bei dem Gedanken, mal kurz in diesem Patientenbett liegen zu dürfen, um wieder Kraft zu tanken oder nachdem ich kollabierte ....
Ca 2.5 Jahre bevor ich dann die EMR Antragstellung tätigen musste, suchte ich wegen meiner chron. Infektionserkrankungen eine Fachärztin auf - die eigentlich Orthopädin war, aber auch Spezi für Borreliose, meine damalige Haupterkrankung...
Sie teilte sofort mit, dass ich " schwer " krank sei und das mit der Arbeit nicht mehr lange gehen würde, diese Aussage bekam ich oft, auch von anderen Berufsgruppen zu hören. Das wollte und konnte ich nicht wahrhaben, mein Ziel und grosser Wunsch war es, wieder gesund, belastbar und wieder Arbeitsfähig zu werden. Damals informierte ich mich viel über mein Krankheitsbild, das alles passte nicht zu mir - die Psyche sollte mitbeteiligt sein... nee bei mir definitiv nicht, das schaffte dann allerdings die DRV....
Auch ein in der selben Praxis tätiger Neurologe und Pharmakologe welcher mir, ein weiterer Arzt wurde - teilte schonungslos mit, ich sollte EMR in Erwägung ziehen....
Sehe mich da heute noch antworten, wie o.g.... möchte wieder " gesund " werden. Für EMR wäre ich nicht vorgesehen und wahrscheinlich auch noch zu jung... weit unter 40 Jahren.

Oft kam mir der Gedanke - hätte ich zum damaligen Zeitpunkt EMR ersucht - wären meine Hürden vielleicht nicht so gross gewesen... wer weiss.
Kurzum ich war von den mehrfachen Ärztlichen Empfehlungen EMR alles andere als angetan ... Dass ich mir, wie bei Dir auch, meine kaum mehr vorhandene Restgesundheit ruinierte - immer mehr zur Patientin wurde, konnte ich sehr lange Zeit nicht akzeptieren. Heute jedoch weiss ich längst, dass mein Verhalten ein grosser Fehler war, auch hat es mir niemand je gedankt, dass ich mich krank, unter Therapie an den Arbeitsplatz quälte und schleppte. Wobei dies erst der Anfang meiner gesundheitlichen Wegstrecke war....
Lilly83 hat geschrieben:
So 9. Apr 2023, 22:00
Ich bin in Psychiatrischer Behandlung, und ich weiß nicht was die Ärztin über eine EMR Rente bei mir denken würde. Grundsätzlich ist ja Arbeiten nicht verkehrt, eingeregelter Tagesablauf, soziale Kontakte etc. Da ich allein Lebe, ist das vielleicht ein Punkt, weswegen meine Ärztin da "nichts befürworten" würde, so meine Angst. Ich trau mich das Thema Rente nicht anzusprechen, aber ich kann einfach nicht mehr. Ich wäre gernen leistungsfähiger, aber es geht einfach nicht. So wie ich momentan Lebe ists kein Leben mehr. Sondern nur ein durchhalten. Aber ich weiß einfach nicht, wie ich den Start Richtung EMR Antrag schaffe. Und so wie ich hier im Forum lese, braucht es unbedingt einen Facharzt der da zu 100 Prozent dahintersteht.
Schonmal nicht nur für Dich hilfreich, auch für eine mgl EMR Antragstellung wichtig, um kontinuierliche Arzt und Behandlungen nachweisen zu können.
Deine Gedanken " wie sieht der Arzt die EMR " verstehe ich - es ist jedoch unerheblich, was der Doc da " denkt " - wichtig ist, dass der Arzt Dich im EMR Prozedere unterstützt und Ansprechpartner für die Behörden ist... manche Ärzte knicken ein, haben Bedenken vor den Anfragen, auch vor dem MDK....
Es ist immer Deine Entscheidung und das tust Du für Dich und letztendlich für Deine Gesundheit und Lebensqualität !!!

Lilly, Du selbst kannst jederzeit den EMR Antrag bei Deiner zuständigen DRV Geschäftsstelle auf den Weg bringen !

Bei Fragen bitte posten und Dich informieren, wir sind hier alles ( ehem.) Betroffene, die wie Du ja gelesen hast, eigene Erfahrungen weitergeben !

Liebe Grüsse Engelchen 22

Ps. auch AU Zeiten sind für die EMR Antragstellung wichtig ! Darauf achten Gutachter und natürlich die DRV !
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Re: Wie und wann habt ihr mit eurem Arzt zum 1. Mal über einen EMR Antrag gesprochen?

Ungelesener Beitrag von Engelchen22 » Mo 8. Mai 2023, 15:01

Hallo Lilly 83 !
Lilly83 hat geschrieben:
So 9. Apr 2023, 22:00

Habt vielen Dank schon mal für eure Antworten,
Viele Grüße Lilly
4 Wochen sind seit Deiner UMfrage nun verstrichen, man macht sich Gedanken, weshalb es nach 1 Posting " still um Dich wurde " - keine Reaktion, keine Antwort....


Viele Grüsse Engelchen 22
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Re: Wie und wann habt ihr mit eurem Arzt zum 1. Mal über einen EMR Antrag gesprochen?

Ungelesener Beitrag von Engelchen22 » Sa 29. Jul 2023, 07:11

Hallo Lilly83!
Lilly83 hat geschrieben:
So 9. Apr 2023, 22:00
Liebes Forum,

Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit.
Das freut uns!

Gerne rufe ich Dir Dein Thema und Deine Fragen in Erinnerung!
Lilly83 hat geschrieben: Wann und wie kam bei euch das Thema Rente zum ersten Mal zur Sprache? Beim Hausarzt, Facharzt oder in der Klinik? Wurde euch der Rentenantrag vorgeschlagen oder habt es ihr angesprochen?
Siehe Antwort.
Lilly83 hat geschrieben: Habt vielen Dank schon mal für eure Antworten,
Deine eigene Antwort oder Reaktion wäre schon. Man macht sich Gedanken um Dich... Da Du immer wieder on bist, denke ich dass soweit alles gut ist...

Liebe Grüße Engelchen 22
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