Finanzamt

Nur Mut, es gibt keine dummen Fragen.
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Fatbob
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Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Fatbob » Mi 15. Mai 2013, 18:10

Dumme frage.
Wie es kommen musste kam es, ich erhielt eine mahnung über 1600€ vom Finanzamt Steuern 2011.
Wie gesagt, war Chaotisch, In dem Jahr bekam ich Krankengeld, Urlaubsgeld, Übergangsgeld/Reha, ALG1, zum Abschluss wurde
zur Krönung von der DRV ca. 1/2 jahr Krankengeld/Alg1 von denen Bezahlt (Rückzahlung, bekam keinen cent davon)
Wurde mir zuviel.
Gleichzeitig mit der Mahnung (gestern) sah ich heute das mein restgeld (ca.600€) per Kontopfändung wech ist, 1000 € werden am nächsten Zahltag auch gepfändet und ans Finanzamt überwiesen.
Also 45 Tage von Wasserhahn leben/Miete Wohnung ist dann wohl auch weg ?
Oder mir das ersparen und die DRV informieren das ich mich weggehangen habe, und ich die Zahlung zum nächsten Monat nicht
mehr benötige ?
Eine Idee jemand ?
lg
Ps: noch nie ein Cent Schulden gehabt, das ist nicht so schön sag ich mal.
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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Miko » Mi 15. Mai 2013, 18:30

Sachlage aufschreiben, detailgenau erklären und per Post mit Einschreiben an Finanzamt.

Alles Geld sofort abheben, falls noch möglich.
Gruß
Miko

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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von k@lle » Mi 15. Mai 2013, 18:33

Denke du hast nur die Möglichkeit zum >>Finanzamt zu gehen ,deine Einkünfte vorzulegen und versuchen eine Ratenzahlung zu vereinbaren...
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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Manfred1951 » Mi 15. Mai 2013, 18:35

Hallo Fatbob, :smile:
Fatbob hat geschrieben:mahnung über 1600€ vom Finanzamt Steuern 2011
:confused: :confused: :confused:

,,, eine Idee hab ich leider auch nicht, kann aber diese "Mahnung" auch nicht so ganz nachvollziehen. :confused: :confused: :confused:

Egal, hol Dir auf jeden Fall "Hilfe"!!! ===> Schuldnerberatung??? :Gruebeln:

Alles wird gut!!!
Herzliche Grüße,
Manfred


Über Vergangenes mache Dir keine Sorge, dem Kommenden wende Dich zu.(Konfuzius)
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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Cirillo » Mi 15. Mai 2013, 19:10

Hallo Fatbob,

Du hattest in einem anderen Thema Dein Problem schon kurz angesprochen.
Fee59 hatte Dir darauf geantwortet. Hast Du evtl. nicht mehr gelesen.....
Ich kopiere Dir ihre Antwort mal hierhin.
L.G. Cirillo




Beitragvon Fee59 » Di 14. Mai 2013, 20:20
@fatbob
Bitte stelle Dein Girokonto sofort auf ein Pfändungsschutzkonto um.
Dann dürfen die nicht alles davon pfänden, erst ab einem bestimmten Betrag.

Und am Besten sofort parallel ein anderes Konto eröffnen, auf das Du dann Deine Rente/Krankengeld oder was auch immer gehen lässt.

Noch besser: Lass das Geld auf das Konto eines Menschen Deines Vertrauens überweisen, damit es auf Deinem Girokonto nicht mehr auftaucht.

Ansonsten für den Umgang mit dem Finanzamt:
Wenn die Nachzahlung tatsächlich korrekt ausgerechnet ist, um Stundung und Ratenzahlung bitten.
Gut begründen - Kontoauszüge, Rentenbescheid etc. beifügen.
Sagen, dass Du sonst in die Inso gehen musst, dann sehen die ja überhaupt kein Geld.
Von Dir aus Raten von 50-100 Euro monatlich anbieten (werden denen zu niedrig sein, normalerweise verlangen die eine Ratenzahlung in höchstens 3 Raten), aber mehr geht halt nicht. Ansonsten eben Inso.

Und das mit dem "gepflegt aufhängen" lass bitte mal besser sein. :schimpfen:
Genau das wollen die doch alle letztendlich erreichen: Unser sozialverträgliches Ableben ....

LG
Fee59

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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Fee59 » Mi 15. Mai 2013, 20:45

fatbob,

kannst Du Dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein holen und alles mit einem kompetenten Anwalt durchsprechen?

Meiner Meinung nach geht es nicht an, dass die Vollstreckung gleichzeitig mit der Mahnung erfolgt.
Hier greift § 254 der AO (Abgabenordnung):
Voraussetzungen für den Beginn der Vollstreckung

(1) Soweit nichts anderes bestimmt ist, darf die Vollstreckung erst beginnen, wenn die Leistung fällig ist und der Vollstreckungsschuldner zur Leistung oder Duldung oder Unterlassung aufgefordert worden ist (Leistungsgebot) und seit der Aufforderung mindestens eine Woche verstrichen ist.
Hervorhebung durch mich

Der Zeitablauf wäre wichtig zu wissen:
- Wann kam der Steuerbescheid und wann war die Nachzahlung fällig.
- Hast Du damals Ratenzahlung beantragt oder sonst irgendetwas getan?
- Wann kam die erste Mahnung?
- Wann und wie wurde die Vollstreckung angekündigt bzw. eingeleitet?

Du kannst auch mit den ganzen Unterlagen, die Du hast einfach zum Amtsgericht gehen und um Hilfe durch einen Rechtspfleger bitten. Es gibt da so etwas wie eine Vollstreckungsabwehrklage.
Siehe hier bei Wikipedia

Gründe wären Deine Zahlungsunfähigkeit und ein (so vermute ich mal) Verstoß gegen § 254 AO, denn wenn am selben Tag, an dem Du die Mahnung bekommst, gleich gepfändet wird, geht das nicht.
Ich hoffe, Du hast den Briefumschlag der Mahnung aufgehoben. Den brauchst Du wegen dem Poststempel als Beweis.

Hier noch ein paar Links und Notfalltipps:

Notfalltipps

Link mit Info zu Stundung und Vollstreckungsaufschub

Info zu Pfändungsfreigrenzen, Pfändungsschutzkonto

LG
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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Amethyst » Mi 15. Mai 2013, 21:02

Hallo Fatbob!

Ich gehe davon aus, dass das Finanzamt eine Steuerschätzung gemacht hat. Eine Freundin von mir und ihr Mann hatten das dieses Jahr auch, sie sollten für 2 Jahre über 4000 € nachzahlen. Sie haben Einspruch erhoben und eine so genannte "Aussetzung der Vollziehung" beantragt und die Steuererklärungen nachgereicht. Das Finanzamt hatte z.B. die Vorsorgeaufwendungen geschätzt und das war nicht mal die Hälfte von dem, was sie tatsächlich gezahlt habe, es fehlte u.a. für beide die kompletten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die steuermindernd sind.

Wie der aktuelle Stand ist, weiß ich nicht.

Ich würde mich auch an einen Fachmann wenden.

Liebe Grüße

Annette
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Bertolt Brecht)

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht (Bertolt Brecht)

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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von hasenstall » Do 16. Mai 2013, 07:26

Hallo Fatbob,

oh man, das kann ich total nachvollziehen! :koepfchen:
Das ist so, als hätte man nicht genug zu kämpfen, dann haut einem der Staat auch noch eins auf die Birne :keule:

Bei mir wars die Erklärung von 2010, hatte auch das ganze Jahr nur DRV, Krankengeld und ALG1. Dieser Progressionsvorbehalt ist verdammt ungerecht. :schimpfen: Da kommt man fast nicht über die Runden mit dem bisschen Geld, muss davon aber was zurücklegen um die Diäten zu finanzieren. :kotzen:

Hab sie dann auf den letzten Drücker in den Compy gestopft und dabei die Krankheitskosten vergessen. Es waren dann zwar nur ca. 100 €, aber ich hab mich schon aufgeregt, weil die mir dann auch Mahngebühren draufgehauen haben, weil ich irgendwann mal die KFZ-Steuer zu spät bezahlt hab.
Die Krankenkosten waren auch so ca. 2000 € für das Jahr :traurig: Zurückbekommen hätte ich bestimmt nichts, weil ich ja keine Steuer bezahlt hatte, aber der Stress ging ganz schön an die Substanz. :Heiss:

An deiner Stelle würde ich einfach schnell aufs Finanzamt gehen, die Finanzbeamten sind zur Auskunft verpflichtet :Laber: und dort so wie Annette geschrieben hat diesen Antrag auf Aussetzung stellen. Zumindest haste dann etwas Zeit gewonnen um die Sache zu regeln.

Das hab ich vor Jahren auch schonmal gemacht, aber gleich nach der Androhung auf Kontopfändung. Hab dann alles über ein Steuerbüro laufen lassen, seither sind die auch der Meinung, ich hätte einen Steuerberater und es gab auch keine Schwierigkeiten mit meinen Berechnungen.

Ich hoffe mal, das die dir jetzt nicht das Konto eingefroren haben, weil dann geht da gar nichts mehr. :ic_down:

Das mit dem P-Konto musste dir genau überlegen, damit bist du dann nicht mehr solvent. Sowas wird an die Schufa gemeldet, genauso, als ob du total verschuldet wärst. :ic_down:

Drück dir ganz fest die Daumen

Alles Gute hasentall
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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Blacky » Do 16. Mai 2013, 07:49

Ich habe auch schon mal die Aussetzung beantragt und der wurde sofort entsprochen.

Dadurch habe ich Zeit gewonnen und konnte Details raus finden und habe fest gestellt das die Forderungen nicht gerechtfertigt waren.

Bei uns ging es um das Geld was man vom Staat bei Kauf eines Hauses bekam, keine Ahnung wie das heißt.

Weil meine Kinder ausgezogen waren sollte ich das zurück zahlen.

Das habe ich dann mal mit einem anderen Herrn vom Finanzamt diskutiert.

2 Std. später hat dieser Mitarbeiter des Finanzamts mich angerufen und mir genau erklärt wie ich das angehen muß. :applaus:

Das Ergebnis war das ich nix zurück zahlen mußte, im Gegenteil, ich bekam das Geld noch 2 weitere Jahre.

Was ich damit sagen will, es gibt auch beim FA nette Leute die einem helfen.

Bei der Einkommenserklärung 2011 wurde ich angerufen weil meine Kinder ja nicht auftauchen.

Da sie aber immer noch Kindergeld erhalten mußte ich nichts mehr nach reichen und alles war ok.

Keine Steuern gezahlt, nix wieder bekommen aber auch nix zahlen müssen.

Geh hin und erkläre deine Situation, reiche die Erklärung ein und dann sollte alles seinen gerechten Weg gehen. :ic_up:
MfG
Blacky

Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der erforderliche Hohlraum vorhanden ist.
(Manfred Hinrich)



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Re: Finanzamt

Ungelesener Beitrag von Fatbob » Do 4. Jul 2013, 13:21

Also, ich wollte euch mal Mittteilen wie es ausgegangen ist.
Widerspruch, abgelehnt, Berechnung sind richtig.
Bank ruft an, Konto eingefroren bis die 1600€ bekommen haben.
Da ich Krankheitsbedingt (kennt ihr bestimmt wenn man Jahrelang auf einmal nur die hälfte als sonst bekommt) mein Konto in die Miesen gefahren hatte, würde ich 3 Monate kein Cent bekommen, so meine Bank.
Möglichkeit P Konto wurde mir nahegelegt, hätte aber trotzdem 30 Tage von Luft und Liebe leben müssen.
Ratenzahlung wurde mehrfach abgelehnt, schon im Vorfeld.
Tja was nun ?
Schweren Herzens hab ich einen alten Freund angerufen mit dem ich leider seit 20 Jahren kein Kontakt mehr hatte, irgendwie aus den Augen verloren damals.
Grund war der ich hoffte das er mir ein paar € für den Monat leiht, ich hatte noch was gut bei ihn.
Ich hatte ein Auto von mein Vater geerbt vor 20 jahren, er seins frisch geschrottet, und brauchte dringend ein Auto für seine
Arbeit.
War nur ca 800 D-Mark wert noch damals, ich habs ihn geschenkt, dachte mein Vater wär es bestimmt recht gewesen.
Lange Rede, kurzer Sinn, Angerufen, 10 Minuten später war er bei mir, 2000€ auf den Tisch gelegt und gut is sachter.
Wollte es natürlich nicht, aber er hat heutzutage eine Bäckereikette 6 Läden oder so..und ihn gehts einfach nur gut sacht er.
Ohne Auto damals wär es heute nicht so sagte er.
Schwer zu fragen für mich, aber ich habs erst genommen als er mir zeigte das es für ihn nur Kleingeld ist.
Und das schönste is das wir wieder zusammen abhängen..wann immer er Zeit hat steht er vor der Tür und nötigt mich mit
ihn irgendwas an seinen alten Autos mitzubasteln ( ich sitze eigendlich nur dabei und wir beide trinken uns durch seinen Kühlschrank in seiner Werkstatt, und ich mach den Grillmeister) in dem Tempo dauert ein Auto bestimmt noch 20 Jahre :-)
Manchmal hilft der liebe Gott oder das Schiksal wohl doch weiter, ich war nur Stunden von mein Masterplan entfernt.
Wollte euch mit den Post auch ein klein wenig Mut machen, danke fürs lesen.
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